Minijobber dürfen mehr verdienen
Die Entgeltgrenze für Minijobber bzw. geringfügig Beschäftigte wird von 400 auf 450 Euro erhöht. Gleichzeitig wird eine Rentenversicherungspflicht für neu abgeschlossene Minijob-Verträge eingeführt. Mini-Jobber können sich aber auf Antrag von dieser Pflicht befreien lassen.
http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/00_startseite/01_thementeaser/startseite_450.html
Gleitzone wird angepasst
Auch die Gleitzone wird um 50 Euro erhöht. Gleitzonenbeschäftigte mit einem durchschnittlichen Monatseinkommen zwischen 450,01 und 850 Euro müssen abgesenkte Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Altverträge haben einen Bestandsschutz.
Rentenversicherungspflicht für Selbstständige
Der Rentenversicherungssatz beträgt ab 01.01.2013, 18,9 % des Gewinns. Die Beitragspflicht besteht nur für einige Selbstständige und nur dann wenn der Gewinn über 450 Euro im Monat liegt. Der Mindestbeitrag beträgt 85,05 monatlich.
Krankenversicherung für Selbstständige
Selbstständige, die ein Monatseinkommen (Gewinn und sonst. Einkommen) von über 385 € haben, können nicht mehr familienversichert sein. Sie müssen sich selbst krankenversichern. Mindestbeitrag 208,86 € monatlich. Für Single, die hauptberuflich selbstständig sind, beträgt der Mindestbeitrag 301,17 € pro Monat. Hinzu kommt noch die Pflegeversicherung.
Freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige
Die Beträge sind zum 01.01.2013 gestiegen. Beiträge jetzt 80,85 € monatlich. Im Gründungsjahr und im ersten Wirtschaftsjahr ist nur der ½ Beitrag zu zahlen.
Steuerberatergebühren steigen leicht
Seit Jahresbeginn ist auch die neue Steuerberatervergütungsverordnung in Kraft. Die Kosten für die Beratung in Steuerfragen werden dadurch um durchschnittlich 5 Prozent angehoben.
Schornsteinfeger-Monopol aufgehoben
Durch das Schornsteinfeger-Handwerksgesetz wurde das Monopol der Bezirksschornsteinfeger teilweise aufgehoben. Reine Kehr- und Wartungsarbeiten dürfen ab diesem Jahr auch freie Schornsteinfegermeister durchführen. Hoheitliche Aufgaben, wie z. B. die Feuerstättenschau, die Abnahme neuer Feuerstätten, dürfen auch weiterhin nur von Bezirksschornsteinfegermeistern bzw. den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern durchgeführt werden.
Neue Regeln für Finanzanlagenvermittler
Am 01.01.2013 tritt die Finanzanlagen-Vermittlungsverordnung (FinVermV) in Kraft. Durch diese Verordnung sowie durch die neu eingeführte gewerberechtliche Erlaubnispflicht (§ 34f GewO) wird die Einstiegshürde für Finanzanlagenvermittler deutlich erhöht.

 

Ausnahmeregelungen
Vermittler mit der Vorgängererlaubnis (§ 34c GewO) müssen bei der Beantragung einer Erlaubnis gemäß § 34f GewO die eigene Zuverlässigkeit und geordnete Vermögensverhältnisse nicht erneut nachzuweisen.
Darüber hinaus muss keine Sachkundeprüfung vor der IHK abgelegt werden, wenn der Finanzanlagenvermittler im Besitz eines anerkannten Hochschul-, Fachhochschul- oder eines vergleichbaren Berufsabschlusses ist. Entfallen kann der Sachkundenachweis auch, wenn der Vermittler eine mehrjährige Berufspraxis nachweisen kann („Alte-Hasen-Regelung“).
Erleichterungen im Bilanzrecht für Kleinstunternehmen
Bereits am 28.12.2012 ist das Gesetz zur Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften bei der Rechnungslegung (Kleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungsgesetz – MicroBilG) in Kraft getreten. Durch das neue Gesetz wird der Umfang der Daten, die Kleinstunternehmen in den Jahresabschluss aufnehmen müssen, erheblich reduziert. Auch die Offenlegungspflichten werden merklich abgesenkt.