Bisher gab es für GründerInnen, die sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbständig machten,
Existenzgründungszuschuss (Ich-AG) oder Überbrückungsgeld.
Beides wird nun durch einen neuen Gründungszuschuss ersetzt.

Insgesamt beträgt die Förderung 15 Monate:
Zur Sicherung des Lebensunterhaltes erhalten GründerInnen
in der ersten Phase von neun Monaten
einen Zuschuss in Höhe ihres individuellen Arbeitslosengeldes.
Zur sozialen Absicherung wird in dieser Zeit zusätzlich eine Pauschale von 300 Euro gezahlt,
die es ihnen ermöglicht, sich freiwillig in den gesetzlichen Sozialversicherungen abzusichern.
In der zweiten Förderphase von sechs Monaten
wird nur noch die Pauschale für Sozialversicherung gezahlt.

Gefördert wird nur, wer tatsächlich arbeitslos ist.
Ein direkter Übergang aus einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis
in die selbständige Erwerbstätigkeit unter Mitnahme des Zuschusses ist nicht möglich.
Andererseits sollen nur noch Personen gefördert werden,
die noch über einen Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 3 Monaten verfügen.

Voraussetzung für die Bewilligung eines Gründungszuschusses ist die
Stellungnahme einer fachkundigen Stelle über die Tragfähigkeit eines Gründungsvorhabens.
Zusätzlich müssen die GründerInnen der Bundesagentur für Arbeit
ihre persönliche und fachliche Eignung darlegen, um eine Förderung zu erhalten.

Wer sind die Gewinner und Verlierer des neuen Gründungszuschusses?
(Quelle: www.ueberbrueckungsgeld.de)

Bis zu einem Arbeitslosengeldanspruch von unter 1.100 Euro ist die neue Förderung
niedriger als die bisherige Ich-AG-Förderung.
Da Gründer mit einem niedrigen Arbeitslosengeldanspruch bisher
überwiegend in Form der Ich-AG gegründet haben,
stellt die neue Förderung für diese Gründer de facto eine Verschlechterung dar.

Ab einem Arbeitslosengeldanspruch von 1.100 Euro ist die neue Förderung höher
als der Existenzgründungszuschuss zur Ich-AG.
Zwar erhalten die Geförderten pro Monat deutlich weniger als beim Überbrückungsgeld,
durch den längeren Förderzeitraum bekommen
sie unter dem Strich aber mehr Geld als bisher!

Für bisher gut Verdienende stellt die Neuregelung insofern sogar eine Verbesserung dar.
Allerdings ist zu beachten, dass alle Geförderten künftig bei einem Scheitern der Selbständigkeit
nicht mehr in den vollen Restanspruch auf Arbeitslosengeld zurückkehren können,
da die Förderung eins zu eins den zeitlichen Restanspruch auf Arbeitslosengeld reduziert.

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